Warum es uns gibt

2003: Eine Idee für Österreich aus den Bergen Tirols

Die Technologiegespräche in Alpbach im Sommer 2003 waren die Geburtsstunde von brainpower austria. Unter Federführung des bmvit diskutierten Fachleute aus dem In- und Ausland im Rahmen eines Arbeitskreises zum Thema „Brain Gain, Brain Drain“. Basierend auf einer vorausgegangenen Reihe qualitativer Interviews mit wichtigen AkteurInnen zeigte sich, dass viele österreichische ForscherInnen im Ausland ihre Kontakte in die Heimat verloren hatten, und dass ihnen Informationen über aktuelle Entwicklungen im Bereich F&E zu Hause fehlten. Ein Zukunftsnetzwerk – brainpower austria – sollte dieses Defizit beheben. Um den heimischen Innovationsstandort zu stärken, sollten zudem ForscherInnen und ExpertInnen im Ausland – egal welcher Nationalität – für ihre Karriereperspektiven in Österreich interessiert werden.


2004: Strukturen aufbauen, Erfahrungen sammeln

Im Jänner 2004 startete brainpower austria operativ. Bis März waren die Erstellungsarbeiten für eine Website, eine Datenbank und eine Online-Jobbörse abgeschlossen. Ende 2004 waren bei brainpower austria 231 InteressentInnen und 197 Institutionen registriert. Im Herbst fanden zum ersten Mal die Austrian Science Talks in den USA statt.


2005: Aus einer Initiative wird ein Programm

Die Austrian Science Talks in den USA werden 2005 erfolgreich weitergeführt, und im Zuge der Durchführung entwickelt sich eine Kooperation mit dem unabhängigen Netzwerk Ascina (Austrian Scientists and Scholars in North America). brainpower austria erschließt sich ein weiteres Tätigkeitsfeld: das Vernetzen von ÖsterreicherInnen im Ausland mit der heimischen Scientific Community. Hierfür steht ab Ende des Jahres eine Webkonferenz-Funktion zur Verfügung. Ende 2005 gibt es 417 InteressentInnen und 269 registrierte Institutionen. Bereits ein Drittel aller UserInnen kommt nicht aus Österreich. brainpower austria ist als Programm etabliert.


2006: brainpower austria bekommt ein Gesicht

Im Mai 2006 sind 510 InteressentInnen und 338 Institutionen bei brainpower austria registriert. Das Programm lädt in einer Pilotphase AuslandsösterreicherInnen mit Reisestipendien (Travel Grants) als RednerInnen zu brainpower-Veranstaltungen nach Österreich ein. In Österreich werden zudem verstärkt Maßnahmen zur Sichtbarmachung der Leistungen von AuslandsösterreicherInnen gesetzt. Ein monatlicher Newsletter erscheint, den mehr als 900 InteressentInnen erhalten, und die brainpower-austria-Website erfährt einen Relaunch, der unsere Zielgruppe in den Vordergrund rückt: die Menschen, die Forschung betreiben. Ende 2006 sind 518 F&E-Institutionen bei brainpower austria registriert, die Zahl der ForscherInnen und ExpertInnen liegt bei 890. Im Vergleich zu 2005 hat sich die Zahl der Gesamt-InteressentInnen verdoppelt. Der Newsletter des Programms geht an rund 1.300 LeserInnen.

>> Download Jahresbericht 2006 (deutsch | 1.4 MB)

Lesen Sie im brainpower austria Jahresbericht  über sämtlich Aktivitäten des Jahres 2006.


2007: Erweitern, ausbauen, weiter öffnen

Im Februar gelingt es brainpower austria durch Einsatz einer neuen Software-Anwendung, rund 80 Prozent aller online in Österreich veröffentlichten F&E-Jobs in seiner Jobbörse zu bündeln. Im April wird „brainpower austria Karriere - Die österreichische Jobbörse für Forschung und Entwicklung“ auch für inländische JobsucherInnen geöffnet.

Aufgrund der sehr guten Erfahrungen im vergangenen Jahr, in dem eine Reihe von brainpower-austria-ForscherInnen aus dem Ausland wichtige Rede- und Diskussionsbeiträge auf F&E-relevanten Veranstaltungen im Inland eingebracht hat, wird das Grant-Angebot erweitert: ForscherInnen im Ausland können in einer Pilotphase selbst Speakers Grants für ihre aktive Teilnahme an Events in Österreich beantragen. Das Grant-Angebot umfasst nun "Grants für Kontakte" (Speakers & Travel Grants) sowie  "Grants für Ihre Karriere". Auch die "Grants für Ihre Karriere" werden ausgebaut: Neben den Interview und Relocation Grants kommen in einem Pilot-Versuch die Project Grants zum Einsatz. Project Grants sind für die Finalisierungsphase einer Projekteinreichung gedacht, welche bei Erfolg zur Schaffung einer Stelle im Bereich Forschung & Entwicklung in Österreich führt.

Ebenfalls im Frühjahr 2007 arbeitet der Wissenschaftsfonds (FWF) im Auftrag des bmvit ein neues Instrument aus, das Know-How aus dem Aus- und Inland zusammenbringt: Das GastwissenschaftlerInnen-Programm "Translational brainpower".

Ende 2007 umfasst das brainpower austria Netzwerk 563 registrierte Jobanbieter und 1891 ForscherInnen und ExpertInnen. Zusätzlich beziehen noch knapp 300 InteressentInnen regelmässig den brainpower austria Newsletter.


2008: International rekrutieren und Usability steigern

Im Februar 2008 nahm brainpower austria als erster österreichischer Beitrag überhaupt an der European Career Fair (ECF) am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, teil. Die ECF ist die größte Karrieremesse mit Fokus auf den europäischen Arbeitsmarkt in Nordamerika und in ihrer Art einzigartig. Die Messe zieht jedes Jahr tausende BesucherInnen („Candidates") an und ermöglicht den Ausstellern („Employers") den direkten Kontakt mit hervorragenden AbsolventInnen von amerikanischen Top-Universitäten und Institutionen. brainpower austria präsentierte am eigenen Messestand eine Auswahl an österreichischen Jobanbietern und aktuellen F&E-Jobs in einer eigenen Messebroschüre, die insgesamt von 22 österreichischen F&E-Institutionen als Plattform genutzt wurde. Darunter finden sich renommierte Namen wie IMP, IMBA, Siemens, Infineon, Böhler-Uddeholm, Austrian Research Centers und große Universitäten. Die MessebesucherInnen konnten auch direkt vor Ort unsere F&E-Online Jobbörse benutzen und sich über alle kostenlosen Serviceleistungen von brainpower austria informieren.

Neben der bereits in 2007 erfolgreich gestarteten Kooperation mit der Internetplattform des renommierten Magazins "Nature" wurde 2008 mit "ScienceCareers", dem Karriereportal des Magazins "Science", und "Career.edu" die Internetaktivität weiter ausgebaut. Die große Reichweite der einzelnen Websites trägt verstärkt zur Sichtbarmachung der F&E-Karrieremöglichkeiten in Österreich bei bzw. haben registrierte Jobanbietern auf Career.edu auch die Möglichkeit, über brainpower austria kostenlos Jobpostings zu schalten.

Mit einem umfangreichen Paket an Optimierungsvorschlägen wird Anfang Juli die Überarbeitung der Website in Auftrag gegeben, die nicht nur neue Userkategorien in der Jobbörse, sondern auch viele weitere Verbesserungen und Usability-Steigerung bringen wird.

Zu Jahresende umfasste das brainpower austria-Netzwerk bereits mehr als 2.500 registrierte ForscherInnen und ExpertInnen sowie knapp 600 registrierte Jobanbieter. Die Zahl der User, die zusätzlich den brainpower austria-Newsletter beziehen, stieg ebenfalls um knapp 20 % gegenüber dem Vorjahr auf rund 350.

 

 

   

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