Im Portrait: DI Thomas Waltenberger

Vom Lego-Baukasten zur Werkstoffphysik

Ende 2003 hat Thomas Waltenberger sein Maschinenbau-Studium an der TU-Wien mit ausgezeichnetem Erfolg abgeschlossen. Bereits mit seiner Diplomarbeit macht der geborene Waldviertler auf sich aufmerksam: „Verschleißprüfung von Sägezahnwerkstoffen" erhält den Böhler-Uddeholm Precision Strip Forschungspreis. Die Inhalte dieser Arbeit bringen dem Stahlkonzern wichtige Erkenntnisse zur Untermauerung seiner Marktführerschaft im Bandstahlbereich (Precision Strip). In eben diesem Unternehmen wird Waltenberger dann auch Leiter des Labors und der R&D Produkt- und Prozessentwicklung und ist mit knapp 28 Jahren für die Führung von 13 MitarbeiterInnen verantwortlich.

Auszeichung für die Diplomarbeit

Den ersten Kontakt mit seiner späteren Berufung knüpft Thomas Waltenberger mit LEGO-Technik und über seinen Elektrobaukasten: „Außerdem habe ich in der Werkstatt meines Onkels viele Stunden zugebracht — das war besonders faszinierend für mich.“ Kein Wunder also, dass er für seine erste theoretische wie auch praktische Grundausbildung die HTL für Maschinenbau in Hollabrunn wählte. Die TU-Wien mit Maschinenbau ist der nächste logische Schritt. Nach einem Auslandsstudium an der Technischen Universität Dänemark bilden sich dann die Lieblingsfächer des hochbegabten Studenten: Mechanik und Werkstoffkunde.
So kommt es auch zu der überragenden Diplomarbeit, auf die sein jetziger Arbeitgeber aufmerksam wurde, sie auszeichnete und den vielversprechenden Absolventen nach Schweden holt.

„Die moderne Technik bietet dem Ingenieur zunehmend komplexe Herausforderungen, z.B. sollen Flugzeuge leichter, Motore leistungsfähiger, Werkzeuge verschleißbeständiger werden —Hochleistungswerkstoffe sowie ihre spezielle Verarbeitung spielen in jedem Fall eine absolute Schlüsselrolle, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Für den Techniker gilt es also, die herausragenden Eigenschaften eines Werkstoffs zu kennen und optimal zu nutzen. Hier treffen also Generalist und Spezialist aufeinander — darin fand ich meine Berufung. “

Zurück ins Heimatland

Heute braucht der junge Familienvater vor allem eines: Selbstdisziplin und gutes Zeitmanagement. Auch für Ausgleich sorgt er laufend, neben Familie setzt er auf Sport und Kultur, um Geist und Körper fit zu halten. Erst vor kurzem ergab eine private Überlegung, doch wieder ins Heimatland zurückzukehren. Thomas Waltenberger führt heuer im Leichtmetallzentrum Ranshofen seine Karriere weiter. „brainpower austria hat mich in allen praktischen Belangen bestens unterstützt und ich möchte es in Zukunft gerne als Kontaktmöglichkeit zu anderen Forschern nutzen.“ 


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