Am österreichischen Ball bleiben

Symbolbild

Es gibt für ÖsterreicherInnen im Ausland viele Möglichkeiten, sich über aktuelle Entwicklungen in der Heimat zu informieren

"Ich höre meist Radio Wien“, sagt Dr. Parissa Haghirian. Das wäre nichts Ungewöhnliches – wenn sie nicht als Assistant Professor für Internationales Management an der Sophia-Universität Tokio arbeiten würde. Und doch ist es möglich: Draußen fahren die Züge der Ginza, Marunouchi und Hibiya Lines, während im Radio über die Verzögerungen beim Ausbau der U2 berichtet wird.

Ö1, Ö3, FM4 sowie alle ORF-Sender aus den Bundesländern lassen sich live über Internet empfangen. Zudem bietet das „Österreich Portal“ — eigentlich eine Plattform für den Deutsch-Unterricht — auch Hinweise auf weniger bekannte Sender, in die man übers Netz hineinhören kann, etwa Radio Orange, Wiens „freies Radio“.

Aber man kann im Ausland auch klassisch über die Stereoanlage Radio hören. Das Ö1 Inforadio kommt in den meisten Ländern über Kurzwelle ins Wohnzimmer, ob in Europa oder Afrika, dem Nahen Osten oder Amerika, Asien oder Australien (hier eine Liste der Frequenzen).

Live-RadiohörerInnen auf anderen Erdteilen haben das Problem, dass sie sich häufig zuschalten, wenn heimische HörerInnen noch oder schon wieder schlafen. Deshalb ist für diese die Ö1-Inforadio-Beitragsliste besonders interessant, über die man einzelne aktuelle Newsbeiträge anhören kann.

Fans vom Hintergrundjournalismus und den pointierten Studiogäste-Fragen der ZiB2 können die Sendung über Internet sehen. Die Übertragung findet nicht per Live Streaming statt, sondern es sind immer die vier aktuellsten Sendungen verfügbar — perfekt für Leute, deren 22:00-Uhr-Termin in einer anderen Zeitzone liegt.

Auch die tägliche „Bundesland Heute“-Sendung gibt es „on demand“ im Internet, und ausgewählte Nachrichtenbeiträge bietet der ORF zudem über IPTV (Internet Protocol Television) an.

Die beiden österreichischen Tageszeitungen Der Standard und Die Presse bieten in ihren Online-Versionen wie viele andere Blätter sogar mehr als ihre Printausgabe-Zwillinge, denn man kann Artikel kommentieren. Zudem bieten beide Zeitungen ihren registrierten UserInnen die Zusendung von Newsletters sowie einen RSS-Feed-Service an.

Für EnthusiastInnen, die sich gerne auf diese neue Art gezielt zu bestimmten Themen informieren lassen wollen, sei noch auf den „RSS Agent - Das österreichische RSS Portal“ hingewiesen.

Auch die Wochenzeitschrift Profil bietet im Netz einen Service, den sie als Printpublikation nicht liefern kann: eine Liste aktueller Top News. Und in der Rubrik „Meinungen“ kann man sich rasch ein Bild über aktuelle inländische Debatten machen.

Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Trotzdem: Fehlt etwas Wichtiges? Wie informieren Sie sich über das Geschehen in Österreich? Kennen Sie eine Quelle, die Sie an Ihre KollegInnen, die auch im Ausland arbeiten, weitergeben möchten? Dann schreiben Sie uns bitte ein Mail an office@brainpower-austria.at.

(Mai 2006.)


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