Im Portrait: Dr. Arno Rettenbacher

Zwischen Nano-Zwiebeln und Forschungsmanagement

Nanotechnologie und Brennstoffzellen sind die zwei großen Themen, mit denen sich Dr. Arno Rettenbacher aktuell beschäftigt. Er selbst bezeichnet sich als Organische-Synthese-Chemiker mit Erfahrung in Polymerchemie und Nanotechnologie mit allem nötigen analytischen Wissen. Durch seine Tätigkeiten an der Clemson Universität in South Carolina, USA, ist er auch mit der professionellen Handhabung von High-Tech-Geräten, wie hoch auflösenden Elektronenmikroskopen, vertraut. Als Teamleiter kümmert er sich um Wissens-Austausch und gute Kommunikation zwischen den Arbeitsgruppen. Sein Arbeitsansatz: „Durch Synergie-Effekte kommen wir letztendlich alle schneller ans Ziel.“

Vom Teilnehmer der Chemie-Olympiade zum Wissenschafter in Amerika

Durch seinen Forschergeist fiel Arno Rettenbacher bereits im Chemie-Unterricht in der Schule auf: Er analysierte Wasserproben aus dem Großraum Innsbruck und interessierte sich für die „Saure-Regen-Problematik“. Die logische Konsequenz war ein Chemie- und Physik-Studium an der Universität Innsbruck, nach dessen Abschluss er eines wusste: „Ein Routinejob kommt für mich nicht in Frage.“ Als ihm eine Forschungsstelle im neu errichteten Advanced Materials Research Laboratories an der Clemson University angeboten wird, eine Vorzeige-Institution in den USA, nimmt er sie sofort an. In einer seiner aktuellen Forschungsarbeiten beschäftigte er sich mit der „Preparation and Functionalization of Multilayer Fullerenes (Carbon Nano Onions)“. Die Darstellung solcher Carbon Nano Onions („Nano-Zwiebeln“) brachte ihm sogar eine Titelseite im „Chemistry – A Europan Journal“ ein und eine Auszeichnung im Bereich Wissenschaftskommunikation.

Kommunikativer Forscher mit Managementqualitäten

Mittelfristig möchte Arno Rettenbacher wieder in Österreich tätig werden. Sein Wunschjob: Eine Schnittstellen-Funktion zwischen Forschung, Management und Kommunikation. Ein Schlüssel für die erfolgreiche Umsetzung und Verwertung von Forschungsergebnissen ist für ihn die effektive Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen allen Projektbeteiligten. Die USA haben hier Österreich einiges an Know-How voraus, meint Arno Rettenbacher, und genau dieses vor Ort erworbene Wissen möchte er in Österreich einsetzen. 

Der missing link nach Österreich: brainpower austria

Arno Rettenbacher hält sich mittels brainpower austria über den österreichischen Jobmarkt am laufenden und nutzt die Austrian Science Talks zum Networking: „Mit brainpower austria verbindet mich sehr viel. Es ist für mich der missing link zwischen den USA und meiner Heimat. Ich finde es äußerst wichtig, dass brainpower austria sich zumindest einmal im Jahr in den USA präsent zeigt und alle dort ansässigen österreichischen Wissenschafter zu einer Veranstaltung einlädt. Viele meiner Teamkollegen aus Ländern wie China, Pakistan, Indien, Lateinamerika, Frankreich oder England beneiden mich um brainpower austria und wünschten sich, auch deren Regierung würde sich auf diese Art für sie engagieren.“


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