brainpower austria in den Medien (2006)
Kurier
„Erfolgreiches Netzwerk für österreichische Forscher in Übersee“ – Politik / Thema Bildung, Artikel von Bernhard Gaul
31. Dezember 2006
Bernhard Gaul berichtet, dass Arbeitsaufenthalte im Ausland für ForscherInnen „essentiell“ geworden sind, um ihrer Karriere den nötigen Schub zu verleihen. „Dafür, dass Teilchenphysiker, Biogenetiker und Mediziner dabei Österreich nicht für immer den Rücken kehren, sorgt seit zwei Jahren eine Initiative, die vom Infrastrukturministerium unterstützt wird.“ Die Rede ist von brainpower austria.
Der Artikel nimmt auf eine neue Studie Bezug, in deren Rahmen 2.000 ForscherInnen aus Österreich befragt wurden. Ein „Großteil“ der Befragten habe „zumindest ein Forschungssemester“ im Ausland absolviert. Von den heimischen WissenschaftlerInnen, die gerade im Ausland tätig sind, bemühe sich die Hälfte darum, den (wissenschaftlichen) Kontakt nach Hause zu halten. Hier hake brainpower austria ein: „’Wir bauen seit zwei Jahren systematisch mit den Wissenschaftlern im Ausland ein Netzwerk auf, von dem letztlich alle profitieren’, erklärt Ingolf Schädler, Bereichsleiter für Innovation und Technologie im Infrastrukturministerium.“
Gaul schließt seinen Text mit Informationen über die Jobbörse von brainpower austria, für deren Nutzung sich mehr als 900 ForscherInnen im Ausland registriert haben.
Der Standard
„Eine Reise ohne Rückflugticket“ – Forschung & Lehre, Artikel von Andrea Heigl
9./10. Dezember 2006
Egbert Zojer ist nach drei Jahren Forschertätigkeit am Georgia Institute of Technology in den USA nach Österreich zurückgekehrt – als junger Professor an der TU Graz. Dieser Weg, berichtet Andrea Heigl, gelingt nur wenigen. „Forschen im Ausland ist für die meisten eine Reise ohne Rückflugticket.“
Am 5. Dezember 2006 nahm Zojer zusammen mit Brigitte Resl (österreichische Historikerin in Liverpool) und Gabriele Senti (österreichische Biowissenschaftlerin in Stockholm) an der Podiumsdiskussion „Forschen im Ausland: wertvoller Karrierebaustein oder Reise ins Ungewisse?“ teil – organisiert von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und brainpower austria.
Der Artikel betont, dass viele österreichische WissenschaftlerInnen, die im Ausland arbeiten, gerne zurück möchten. Jedoch sehen sie für sich zu Hause wenig Möglichkeiten, ihre Karriere adäquat fortzusetzen. Gegenstand der Diskussion war auch das Thema Pragmatisierung an den Universitäten.
Der Standard
„Lernen heißt in China ‚Gänse stopfen’“ – Wirtschaft, Artikel von „red“
30. November 2006
Der Artikel berichtet von der „hochkarätig besetzten“ Veranstaltung „Asien als Chance“, die brainpower austria zusammen mit der Industriellenvereinigung am 28. November durchgeführt hat. Er fasst die Beobachtung zusammen, dass China die Weltwirtschaft nicht länger bloß als ein großes Land herausfordert, in dem billig produziert wird: Es holt auch im Bereich Forschung und Entwicklung rapide auf.
Thema der Diskussionsrunde, heißt es, waren auch die Universitäten in China, an denen mit großem Engagement und teilweise auf sehr hohem Niveau gelehrt und geforscht wird.
Österreich hat nun „einen ersten Schritt in Richtung F&E-Kooperation mit China gesetzt“: den Beschluss für den Bau eines China Austria Technology Parks, der ab 2008 im Norden Wiens errichtet werden soll.
Der Standard
„Zwischen den Kulturen“ – Bildung & Karriere, Artikel von Heidi Aichinger
11./12. November 2006
Auf Einladung der FFG-Programme brainpower austria und w-fForte teilten am 24. Oktober 2006 drei Expertinnen aus dem brainpower-austria-Netzwerk ihre Erfahrungen zum Thema „Leben und arbeiten zwischen den Kulturen“ mit dem Publikum im Rahmen eines Diskussionsevents.
„Je genauer die Vorstellungen [von] und Erwartungen [an einen Auslandsaufenthalt] seien, umso weniger verharre man [...] auf Stereotypen, weiß Karin Schreiner, Intercultural Consultant, die selbst 16 Jahre in Prag, Neu-Delhi, Brüssel und Helsinki lebte und interkulturelle Seminare anbietet“, schreibt Heidi Aichinger in ihrem Artikel.
Parissa Haghirian, die zweite Expertin auf dem Podium, ist Assistant Professor an der Sophia-Universität in Tokio, wo sie die Verhaltensmuster von asiatischen und europäischen ManagerInnen untersucht.
Die Pharmazeutin Ilona Reischl sagte im Rahmen der Diskussion: „’Heute schockt mich praktisch nichts mehr.’“ Sie hat als Forscherin im Ausland schon ihre Wohnung verloren und wurde des Landes verwiesen – so sieht sie das Leben inzwischen mit einer großen Portion Gelassenheit.
„Ähnlich schwierig wie das Wegfahren und in einem anderen Land Fuß zu fassen sei aber auch das Heimkehren, so die Expertinnen“, schreibt Aichinger abschließend. „Man fühle sich wie eine Fremde im eigenen Land, so der Tenor“.
Der Standard
„Immunisiert in Amerika“ – Forschung Spezial, Interview von Peter Illetschko mit Dr. Peter Amersdorfer (bei Jobsuche in Österreich von brainpower austria betreut)
11. Oktober 2006
Nach zehn Jahren wissenschaftlicher Arbeit in den USA ist der Immunologe Dr. Peter Amersdorfer mithilfe von brainpower austria wieder nach Österreich zurückgekehrt und arbeitet nun als Business Developer in der Grazer Biotech-Firma Oridis. In die Firma, die sich mit Therapien gegen Leberkrebs beschäftigt, bringt er seine in Amerika gewonnenen Erfahrungen im Bereich „Drug Discovery und Development“ ein.
Obwohl die USA laut Amersdorfer „hervorragende Bedingungen für Wissenschafter“ bieten, habe das Land auch weniger attraktive Seiten. „Man muss für viele soziale Errungenschaften, die in Europa verhältnismäßig günstig sind, sehr viel Geld bezahlen.“ Seine Frau und er wollen „unseren Sohn nicht in Amerika, sondern in einem sozialen Umfeld in Europa aufwachsen lassen“.
Als Student, berichtet der Immunologe in dem Gespräch, habe er immer ins Ausland gehen wollen, um Erfahrungen zu sammeln. Aufgrund der guten Kontakte der Universität für Bodenkultur zur University of California in San Francisco (UCSF) konnte er seinen Traum verwirklichen und kam zur Entwicklung von therapeutischen Antikörpern.
Economy
„Geldmangel treibt Forscher ins Ausland“ – Aufmacher, Artikel von Alexandra Riegler
6. Oktober 2006
„Zum dritten Mal lud brainpower austria Ende September zum Austrian Science Talk und rund 100 österreichische Wissenschaftler aus den USA und Kanada folgten der Einladung“, schreibt Alexandra Riegler in ihrem Seite-Eins-Artikel.
Es sei deutlich geworden, dass viele ForscherInnen gerne nach Österreich zurückkehren möchten, jedoch noch nicht die beruflichen Möglichkeiten in Österreich dazu sehen – vor allem im universitären Bereich. Prof. Günther Bonn (Rat für FTE) und Prof. Christoph Badelt (Österreichische Rektorenkonferenz) haben – so der Text – nach wie vor bestehende Probleme in der universitären Forschungslandschaft thematisiert.
Im internationalen Vergleich schneide Österreichs akademische Ausbildung hervorragend ab, so Riegler, doch leiste dies dem Brain Drain des Landes Vorschub, da man als AbsolventIn wisse, sich international mit den besten messen zu können.
Die Autorin schließt mit dem Statement, dass sich zunehmend die Erkenntnis durchsetze, „dass österreichische Forscher im Ausland keinen Verlust darstellen müssen, sondern Wegbereiter einer global verteilten Wissenschaftscommunity sind. Immerhin ist es die größte Chance eines kleinen Landes, weltoffen zu sein.“
Der Standard
„Pragmatisiert oder emigriert“ – Forschung Spezial, Artikel von „red“
27. September 2006
Mehr als 100 österreichische ForscherInnen haben „im Rahmen des Programms ‚Brainpower’“ am Austrian Science Talk am 23. September in New York City teilgenommen, berichtet der Beitrag. „Das Interesse von in den USA arbeitenden österreichischen Wissenschaftern an ihrer Heimat scheint groß zu sein.“
Eine Delegation aus Österreich informierte bei dieser Veranstaltung die NachwuchsforscherInnen aus erster Hand über die Entwicklungen im heimischen Innovations- und Hochschulsystem. „Dabei wurde ein, vor allem, was die eingeschränkten Beschäftigungsmöglichkeiten an den Unis anbelangt, durchaus realistisches Bild gezeichnet: So sprach Günther Bonn, Vizechef des Forschungsrates, von einem nach wie vor noch nicht leistungsorientierten System an den Unis und Rektorenkonferenz-Chef Christoph Badelt von ‚verstopften Karrierewegen’. (...) Für eine langfristige Lösung seien die notwendigen Schritte (aber) gesetzt worden, etwa die Abschaffung der Pragmatisierung.“
Der Beitrag macht darauf aufmerksam, dass sich in der Wirtschaft Möglichkeiten auftun. „Nachwuchsförderung sei ein zentrales Anliegen, wenn es darum gehe, die Spitzenposition Österreichs als Innovationsstandort zu erhalten und auszubauen, meinte Gerhard Riemer, Bereichsleiter für Bildung und Forschung in der Industriellenvereinigung. In der Wirtschaft gebe es Jobs, das zeige auch eine noch unveröffentlichte Studie, wonach es in der Wirtschaft an hochqualifizierten jungen Forschern mangelt.“
Zum Ende informiert der Text über neue Pläne des brainpower-austria-Programms. Eine umfassende Darstellung aller in Österreich online ausgeschriebenen F&E-Jobs steht genauso bevor wie eine Ausweitung der finanziellen Unterstützungen, etwa für Vorträge in der Heimat.
Salzburger Nachrichten
„Jagd auf die besten Köpfe“ – Wirtschaft, Artikel von Christiane Stegfellner und Karin Zauner
11. September 2006
Christiane Stegfellner und Karin Zauner konstatieren, dass hochqualifizierte NaturwissenschaftlerInnen, TechnikerInnen und MedizinerInnen zu den „Exportschlagern Europas“ gehören, während „zu Hause eine Lücke klafft“.
Mit seiner Jobbörse, Veranstaltungsarbeit und den Zuschüssen zu Bewerbungsreisen unternehme das Programm brainpower austria Anstrengungen, um diesem Besorgnis erregenden Trend entgegenzuwirken.
Der Biochemiker Dr. Robert Schwarzenbacher hat fünf Jahre an der Universität von San Diego gearbeitet und ist nun durch Unterstützung des bmvit-Programms nach Österreich zurückgekehrt.
„Seine Bilanz: ‚Die Gelder für einzelne Projekte sind in den USA um ein Vielfaches höher – etwa im Verhältnis von 1,5 Mill. Euro zu 39 Mill. Euro.’ (...) Die Atmosphäre sei ‚leistungsfreundlicher’ (..., die) Belohnung sei ‚die Perspektive’, Geld für das nächste Projekt zu bekommen.“
Der Standard
„Woher kriege ich wen mit Kompetenzen, die ich brauche“ - Wirtschaft, Artikel von Alexandra Föderl-Schmid
18. August 2006
Alexandra Föderl-Schmid befasst sich in der Serie „Österreich agiert global“ mit der Forschungsbranche. Diese sei „von jeher international aufgestellt und global vernetzt“. Da aufgrund der großen Mobilitätsbereitschaft von WissenschaftlerInnen Österreich viele ForscherInnen ans Ausland verliere, sei brainpower austria ins Leben gerufen worden.
In dem Artikel wird dabei thematisiert, dass es heimischen Firmen wenig darum geht, ob sie eine Stelle an eine(n) Österreicher(in) oder eine(n) Angehörige(n) einer anderen Nationalität vergeben.
„‚Aber die Firmen interessieren sich eigentlich nicht dafür, ob jemand Amerikaner, Inder oder Österreicher ist, sondern wen kriege ich mit den Kompetenzen, die ich brauche, für diesen Job’, sagt Charlotte Alber, die Programmleiterin für brainpower in der Forschungsförderungsgesellschaft.“
Österreich Eins
"Radiokolleg – Motivation", Feature von Dr. Margarethe Engelhardt-Krajanek
20. April 2006, 9:30 und 22:40 Uhr
Margarethe Engelhardt-Krajanek stellt in ihrem Radiobeitrag die Frage, was Menschen motiviert. 13.000 WissenschaftlerInnen aus Österreich leben inzwischen Schätzungen zufolge in den USA, dem Land des ‚Brain Gain’, weil für sie dort sehr gute, motivierende Arbeitsbedingungen herrschen.
brainpower austria möchte hingegen dazu motivieren, sich für den Innovationsstandort Österreich zu interessieren und zu entscheiden.
Die Programmverantwortliche des bmvit für brainpower austria, Gertraud Oberzaucher, sieht es als „Ihr seid uns willkommen“-Botschaft an alle ForscherInnen weltweit. brainpower austria solle zeigen, dass Österreich ein attraktiver Wissensstandort ist, „und wir haben unser Ziel auch erreicht, wenn die Leute, die zunächst einmal nicht zurückkehren möchten, ihr Know-How in Österreich einbringen“.
Der Standard
"Wenn die Heimat ruft" - Forschung Spezial, Artikel von Karin Pollack
5. April 2006
Karin Pollack schreibt über das Thema ‚Brain Drain – Brain Gain’ im Hinblick auf das Verhältnis Österreich – USA, was die Abwanderung von hoch qualifiziertem F&E-Personal betrifft.
Achim Seifter (Los Alamos National Laboratories, Kalifornien), und Arno Rettenbacher (Clemson, North Carolina), werden als zwei typische Beispiele angeführt.
„‚Je länger man weg ist, umso mehr verliert man den Kontakt’, erklärt Achim Seifter stellvertretend für viele andere. Er schätzt die brainpower-Initiative, denn ‚früher gab es gar nichts’, sagt er. Chemiker Rettenbacher, der schon lange von Innsbruck weg ist, weiß: Nach ein paar Jahren hervorragender Forschungsarbeit stellt sich für jeden die Frage, ob er nun für immer (...) bleiben will.“
Economy
"Postenschacher um die Wissenschafts-Elite", Artikel von Gottfried Derka
12. Jänner 2006
Gottfried Derka erzählt von Jörg Schmiedmayer, der von seiner Forschungsstelle im deutschen Heidelberg an die TU Wien gewechselt hat. Diesen Zugzug nach Österreich nimmt Derka als Aufhänger für einen Text zum Thema weltweites Wetteifern um die talentiertesten ForscherInnen.
Deutschland, die Schweiz, Ungarn und Südafrika hätten bereits Programme zu deren Rekrutierung gestartet – und auch Österreich. Derka stellt in der Folge brainpower austria vor.
„brainpower austria hat sich inzwischen als Servicestelle für im Ausland lebende Forscher etabliert und wird von mehr als 417 Interessenten aus aller Welt frequentiert. (...) ‚Wir unterstützen jeden Interessenten individuell nach seinen Bedürfnissen’, sagt Gertraud Oberzaucher, brainpower-Verantwortliche im Ministerium (bmvit).“
Ein Programm des
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie Durchgeführt von der