Stimmen von österreichischen MessebesucherInnen zur ECF 2008

Barbara Brandner
Dana-Farber Cancer Institut / Harvard Medical School und Mitglied im Organisationsteam der ECF 2008

 
Als postdoc an einer akademischen Organisation hier in Boston und Cambridge bin ich Mitglied einer großen und internationalen „Forschungsfamilie“ und werde sehr gut über Seminare, Konferenzen und Ähnliches am Laufenden gehalten. Über eine email Aussendung habe ich dann auch von der ECF erfahren und bin kurzentschlossen ins Organisationsteam eingestiegen. Eine meiner ersten Aufgabe war es, Firmen und non-profit Organisationen zu kontaktieren. Als einzige Österreicherin im Team habe ich mir natürlich das Ziel gesetzt, vor allem österreichische Arbeitgeber für die ECF zu gewinnen, leider ohne Erfolg. Ich glaube, dass Österreich aber im internationalen Vergleich einige Möglichkeiten bietet, und das Land selbst ist sicher aus vielerlei Gründen ein interessanter Arbeitsstandort. Österreichische Arbeitgeber hätten auf der ECF die einzigartige Chance, mehrsprachige, auslandserfahrene, und hoch motivierte Kandidaten persönlich und unbürokratisch zu treffen. Nicht überraschend stellten unsere deutschen Nachbarn die mit Abstand größte Gruppe der teilnehmenden Arbeitgeber dar, aber auch kleinere Länder wie die Niederlande, die Schweiz, oder Island nutzten die Möglichkeiten der ECF.
 
Meine weiteren Erfahrungen im Organisationsteam waren allesamt sehr positiv. Es war großartig, gemeinsam mit so motivierten KollegInnen auf unser Ziel „die beste und größte European Career Fair“ hinzuarbeiten. Unsere Arbeit war teilweise sehr intensiv, aber immer vielfältig, und ich denke, auch professionell. Ich konnte wichtige Erfahrungen in den Bereichen Gruppendynamik, Organisation und Teamarbeit sammeln, und sehe das als meine „Bezahlung“ für mein Engagement an.
 


Daniel Pressl
Massachusetts Institute of Technology und Initiator des MIT-Austria Forums

 
Die ECF war ein sehr aufregendes Wochenende und bestimmt nicht „nur“ fuer einen Europaer wie mich. Ich besuchte zwei Vortraege und mehrere Firmenstaende an denen ich meinen Lebenslauf abgeben konnte. Weiters hatte ich noch ein Interview mit der Firma Volkswagen, das wirklich sehr angenehm war und in Folge zu einer Einladung nach Palo Alto für Mai gefuehrt hat. Die European Career Fair ist bestimmt einer der ersten wichtigen Schritte, die Firmen und Universitaeten in Oesterreich taetigen muessten, um international mithalten zu koennen und den bereits vorhandenen Mangel an internationalen Fachleuten in Oesterreich in diesem Bereich zu decken. Es hat mich sehr gefreut, einen oesterreichischen Stand bei der ECF anzutreffen, jenen von brainpower austria.
 


Achim Seifter
Los Alamos National Laboratory

 
Durch die Aussendungen von brainpower austria und dem Office of Science and Technology in Washington D.C. habe ich von der European Career Fair am MIT erfahren und nutzte auch die Möglichkeit, an der Messe teilzunehmen. 
Die Veranstaltung war äußerst informativ und hat mich darauf aufmerksam gemacht, wie viele Firmen zurzeit expandieren und neue Mitarbeiter suchen. Bei der European Career Fair habe ich weit über 100 Adressen von potentiellen Arbeitgebern gefunden, wovon ich wahrscheinlich einige in nächster Zeit kontaktieren werde.
Ein Besuch bei einer Job Fair ist auch für jene Wissenschafter zu empfehlen, die momentan nicht auf Jobsuche sind, da man dabei vieles lernt ( z.B. sich zu präsentieren, eventuell direkt Jobinterviews vor Ort zu führen, welche Qualifikationen zur Zeit am Arbeitsmark gefragt sind, etc.) was man für eine spaetere Jobsuche unbedingt zur Hand haben sollte.
Der Stand von brainpower austria war insofern interessant da er deutlich zum Ausdruck brachte, dass Österreich vieles in Sachen Hight-Tech zu bieten hat und durchaus (auch für Nicht-Österreicher) ein Land ist, welches den internationalen Vergleich nicht zu scheuen braucht.
 



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