Intercell: Wichtigstes Ziel ist die maximale Innovationskraft
Gastkommentar von Gerd Zettlmeissl,
Vorstandsvorsitzender des Wiener Biotech-Unternehmens Intercell AG
Reisedurchfall, pandemische Grippe, japanische Enzephalitis: Im Kampf gegen diese Infektionskrankheiten kann die Intercell AG auf ein erfolgreiches Jahr 2008 blicken. In den letzten Monaten hat das börsennotierte Wiener Biotech-Unternehmen nicht nur in der Forschung und Entwicklung von modernen prophylaktischen und therapeutischen Impfstoffen wesentliche Meilensteine, sondern auch einige finanziell und strategisch wertvolle Schritte gesetzt. Jüngste Erfolgsmeldung aus unserem Produkt-Portfolio: Noch bis Ende 2008 soll das führende Produkt unseres Unternehmens, ein Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis, in den USA, Europa und Australien zugelassen werden. Der Impfstoff wird künftig von unserem Partner Novartis in Europa, den USA und spezifischen Märkten in Asien und Lateinamerika unter dem Namen IXIARO ® vertrieben. Novartis und Intercell verbindet eine strategische Partnerschaft, die unserem Unternehmen insgesamt bereits über EUR 270 Mio. eingebracht hat.
Durch die Übernahme der Iomai Corporation im Sommer 2008 ist es uns gelungen, die Innovationskraft der Intercell weiter zu erhöhen. Durch die Akquisition wird Intercell zum Innovationsführer im Bereich neuer Reiseimpfstoffe: Neben dem Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis verfügen wir nun über ein Impfpflaster gegen Reisedurchfall für das bereits im kommenden Jahr die für die Zulassung relevanten klinischen Phase III-Studien beginnen sollen. Die Impfpflaster Technologie von Intercell gilt in der gesamten Impfstoff-Industrie als führende nadelfreie Form einer effizienten Vakzin-Verabreichung. Das Unternehmen verschaffte sich durch die Akquisition dieser Impfpflastertechnologie Zugang zu einer weiteren zukunftsweisenden Produkt-Technologie.
Intercell USA wurde im August 2008 als eine Tochtergesellschaft der Intercell AG mit einem Transaktionsvolumen von 1.442. 819 Intercell-Aktien beziehungsweise einer Cash-Summe von 75 Millionen Euro eingegliedert. Die Übernahme generiert für Intercell eine Wertsteigerung durch signifikante Erweiterung unserer Produktpipeline: Zwei weitere bedeutende Produkte in klinischer Entwicklung, u.a. ein Pflaster zur Vorbeugung von Influenzapandemie (Phase II). Darüber hinaus nutzen wir unser umfassendes Know-how zur Industrialisierung von viel versprechenden Produktkandidaten.
Unser Fokus liegt nun auf der Industrialisierung und Kommerzialisierung des Impfpflasters gegen Reisedurchfall und der Weiterentwicklung unseres Impfpflasters gegen pandemische Grippe. Das immunstimulierende Impfpflaster "Vaccine Enhancement Patch" verstärkt die Wirkung des Impfstoffs und scheint bestens zur Entwicklung verbesserter Grippeimpfstoffe geeignet – insbesondere zur Vorbeugung der pandemischen Grippe. Im Rahmen einer Phase I/II-Studie wurden heuer bereits viel versprechende Daten erzielt, sodass der Start einer klinischen Phase II-Studie bereits Anfang 2009 begonnen werden kann. Die Entwicklung dieser Vakzine wird maßgeblich durch das US Gesundheitsministerium „Department for Health and Human Services" unterstützt und finanziert. Trotz der höheren operativen Kosten durch die Übernahme von Iomai erwartet Intercell auch weiterhin das Gesamtjahr 2008 profitabel abzuschließen.
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