Rückblick auf die European Career Fair 2009 | 24.-26.1.
Nach dem erfolgreichen Pilotprojekt im Vorjahr nahm brainpower austria auch 2009 an der
European Career Fair (ECF) am MIT in Cambridge, USA, teil.
114 europäische Employer präsentierten sich am Messetag einigen tausend Walk-In-BesucherInnen und nutzten das große Potenzial an Candidates zur aktiven Suche nach jungen Talenten und renommierten ForscherInnen.
Ein Hauch von Österreich in Cambridge
Insgesamt 4.159 Candidates registrierten sich in der Datenbank der ECF. Unter ihnen waren auch jene 11 österreichischen ForscherInnen, die einen
brainpower austria-Travel Grant nutzten, und aus verschiedenen Teilen der USA und Kanada anreisten.
Der brainpower austria Messestand war den ganzen Tag über gut besucht und insbesondere Anlaufstelle und Treffpunkt für österreichische BesucherInnen. Als einziger österreichischer Vertreter inmitten einer rein deutschsprachigen Nachbarschaft, zwischen Lufthansa und dem Stand der Deutschen Bahn und gegenüber einem deutschen Universitätscluster platziert, lag scherzhaft die Analogie zu Asterix und dem Gallischen Dorf gedanklich nahe.
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Treffen mit österreichischen ForscherInnen am Vorabend der ECF
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Der brainpower austria Messestand
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Mit einer eigens erstellten Messebroschüre informierten wir interessierte Candidates über aktuelle Jobmöglichkeiten in F&E und unterstützten österreichische Unternehmen dabei, ihre Leistungen bis weit über den Atlantik hin sichtbar zu machen. Neben konkreten Angeboten am F&E-Markt erhielten die Candidates auch Auskunft zu Förderungen, Stipendien, rechtlichen Fragen oder Visumsangelegenheiten. Wissenschaftsattaché Philipp Marxgut war hierfür eine ideale Ansprechperson und stand gemeinsam mit Petra Presslauer und Stefan Eichberger, vom brainpower austria-Team, den ganzen Tag am Messestand zur Verfügung.
Man spricht Deutsch: Employers vs. Candidates
Wie schon fast traditionell war ein Großteil der Messestände von deutschen Unternehmen, Universitäten und Forschungsinstitutionen gefüllt. Auch die Schweiz trat geschlossen auf mit einer eigenen Reihe an Messeständen, musikalisch begleitet von einem Alphornbläser. Der Datenbank der ECF konnte man entnehmen, dass mehr als ein Viertel aller registrierten Candidates Deutsch als Mutter- oder Fremdsprache angab. Das Interesse an Österreich als Lebens- und Arbeitsmittelpunkt und den brainpower austria-Services war erfreulich groß. Das Vorwissen um Österreich, der Bezug zum Land und die wissenschaftliche Ausrichtung waren breit gestreut und führten zu vielen interessanten Gesprächen.
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Philipp Marxgut & Petra Presslauer
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Gespräche am Messestand (I)
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Ein rumänischer Physiker aus Yale berichtete beispielsweise sehr positiv von seiner Zeit an der TU Graz. Ein kroatischer Wirtschaftswissenschafter von der Harvard Business School lotet gerade Optionen in Wien aus, weil er dort einen engen Freundeskreis besitzt. Ein amerikanischer Chemiker erzählte, er lerne gerade im zweiten Semester Deutsch und würde gerne in einem deutschsprachigen Land arbeiten. Zwei deutsche Medizinerinnen meinten, nach ihrer Ausbildung in den USA wieder nach Europa zurückkehren zu wollen, und am liebsten nach Österreich. Waren es bei einer eher die Lebensumstände und die Liebe zu den Bergen, erzählte die andere davon, im Süden Deutschlands ohnehin mehr „österreichisch“ aufgewachsen zu sein. Warum also nicht gleich nach Österreich?
Blickrichtung Österreich & Europa: Sprache und andere Barrieren?
Viele der MessebesucherInnen stammen aus Europa mit klarer Blickrichtung nach Europa nach der Ausbildung in den USA. Speziell für WissenschaftlerInnen aus zentral- und osteuropäischen Staaten ist Österreich ein vorrangiges Zielland. Die hohe Lebensqualität, die besseren Möglichkeiten in ihren Berufsfeldern im Vergleich zu den jeweiligen Heimatländern und die relative Nähe dorthin waren die meist genannten Faktoren.
Die Sprachbarriere war in vielen Gesprächen ein wichtiges Thema. In der Forschung stellt sich die Frage weniger, denn die gängige Sprache in international besetzten Labors ist Englisch. Für Wirtschafts-, Rechts- oder GeisteswissenschaftlerInnen kann das einen ganz anderen Stellenwert haben. Ebenfalls thematisiert wurden Dinge wie Arbeitsgenehmigung und bürokratische Hürden, speziell für Nicht-EU-BürgerInnen.
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| Gespräche am Messestand (II) |
Gespräche am Messestand (III) |
Deutschkenntnisse können auch zufällig passieren. Eine amerikanische Studentin aus Chicago erzählte in nahezu akzentlosem Deutsch, dass sie die Sprache seit 13 Jahren lerne. Der Grund war, dass in der Schule in ihrer Französischklasse ein Junge war, mit dem sie sich gar nicht verstanden hat, worauf sie in die Deutschklasse wechselte. Nun hat sie die höchste Stufe in der Fremdsprachenkenntnis erreicht, studiert Deutsch und International Relations, und wird regelmäßig von Landsleuten gefragt, woher (aus Europa) sie eigentlich komme.
Mit brainpower austria ans MIT
Auch wenn die momentan schwierige Wirtschaftssituation spürbar war (es waren weniger Employer als im Vorjahr anwesend), war aber das Interesse der WissenschaftlerInnen für Europa und die Möglichkeiten in F&E ungebrochen. Auch nahezu alle österreichischen ForscherInnen, die über brainpower austria Travel Grants zur Veranstaltung anreisten, berichteten von spannenden Einladungen zu Interviews und interessanten Gesprächen mit verschiedenen Unternehmen. Die ECF ist eine einzigartige Möglichkeit für WissenschaftlerInnen als auch Unternehmen um zusammen zu finden. Wenn Sie an einem kommenden Messeauftritt interessiert sind - ob als Employer oder Candidate –
melden Sie sich bereits jetzt beim brainpower austria-Team!