g.tec – an der Schnittstelle zwischen Gehirn und Computer
g.tec (Guger Technologies) entwickelt und produziert Biosignalverstärker zur Aufnahme und Software zur Analyse von Biosignalen (z.B. EEG, EKG, ...). Ausgehend von Begeisterung für die Wissenschaft und internationalem Know-how gründete Christoph Guger 1999 gemeinsam mit Studienfreund Günter Edlinger „g.tec Guger Technologies OEG“ in Graz. Binnen kurzer Zeit entwickelte sich g.tec zu einem Vorzeige-KMU mit Zweitsitz in Schiedlberg (OÖ).
Einmal USA und zurück – Internationales Know-how als Startschuss
Es begann bereits während des Studiums Biomedical Engineering an der TU Graz. Während eines Auslandssemesters in Nordamerika lernte Christoph Guger die faszinierende Welt des Brain-Computer Interface (BCI) kennen. An der Johns Hopkins Universität erfuhr er auch, dass gerade die TU-Graz auf diesem Gebiet eines der führenden Institute ist. Zurück in Österreich spezialisierte sich Guger dann weiter auf diesen Bereich. Das Faszinierende dabei für ihn ist, dass die Erforschung der Schnittstelle zwischen menschlichem Hirn und Computer und deren Anwendungen Personen mit schweren Handicaps völlig neue Perspektiven eröffnen.
Der Gedanke zählt - Forschung und Technologieentwicklung in Grün-Weiß
Fortwährend in der Forschung engagiert tätig, hat g.tec die Produkte und Produktvielfalt immer den Ansprüchen der Kunden entsprechend weiterentwickelt. Die Abteilung Forschung und Entwicklung entdeckt immer mehr BCI-Anwendungsgebiete und verbessert diese kontinuierlich. „Das BCI liefert einen neuen Kommunikationskanal zwischen dem menschlichen Gehirn und dem Computer. Allein der Gedanke, etwas zu tun, führt zu einer Aktivierung einzelner Teile des Gehirns“, erklärt Guger. Das Messen dieser Signale erfolgt mittels Elektroenzephalografie (EEG). Die Daten werden in Steuersignale umgewandelt, so müssen Befehle nur noch gedacht werden. Es ist möglich allein Kraft der Gedanken durch virtuelle Welten steuern. „Für das Projekt „Smart-Home“ wurden beispielsweise sieben unterschiedliche Kontrollmasken entwickelt, die auf die Aufgaben, die es in einem Haus zu bewältigen gibt, abgestimmt sind. Mit dieser Technologie ist es ist möglich einen Rundgang durch ein Appartement zu machen, den Fernseher zu bedienen, Türen und Fenster zu schließen oder auch die Überwachungskamera zu steuern. All das ohne einen Finger zu bewegen - alleine durch Konzentration!“
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| Christoph Guger auf der CeBit |
Überreichung des Innovationspreises des Landes OÖ an
Günter Edlinger und Christoph Guger |
Ein „ausgezeichnetes“ Unternehmen inmitten internationaler Partner
Für seine Entwicklungen erhielt g.tec bereits zahlreiche Auszeichnungen und Preise, wie den Europäischen ICT Preis 2007 oder zuletzt den ECONOVIUS 2008, ein Sonderpreis für beispielgebende Innovationsleistungen. Nicht nur hierzulande, sondern auch in der gesamten BCI-Forschungscommunity hat sich g.tec durch das Engagement in Forschungsprojekten, die kontinuierliche Teilnahme an Messen und Konferenzen, sowie das Abhalten von BCI-Workshops weltweit einen Namen gemacht. „Wir arbeiten mit einer Reihe von internationalen Partnerinstituten zusammen, wie z.B. dem University College London, dem Israel Institute of Technology, der University of Cambridge oder drei Universitäten in Barcelona. Bei diesen Partnern liefert g.tec die Technologie, um verschiedenste wissenschaftliche Experimente durchzuführen. Für g.tec liegt der Vorteil in der optimalen Erprobung der Produkte.
Möglichkeiten für DiplomandInnen, DoktorandInnen und PostDocs
„Wir kooperieren sehr eng mit heimischen Universitäten und Fachhochschulen und bieten laufend spannende Themen für Diplomarbeiten und Dissertationen. Ich erarbeite mit engagierten Studierenden ein Thema und begleite sie gemeinsam mit ihrem Betreuer während der Diplomarbeit. Wir versuchen die Diplomanden zu fordern und zu fördern. Das bedeutet nicht nur fachliche Betreuung, wir nehmen beispielsweise unsere Diplomanden zu Konferenzen mit und lassen sie dort wissenschaftliche Beiträge zu ihrem Thema, wie z.B. ein Poster einreichen. Zurzeit haben wir auch im Bereich Biosignal Processing eine Postdoc-Stelle ausgeschrieben. Wir können Diplomanden ein optimales Umfeld für wissenschaftliches Arbeiten bieten, da wir derzeit Partner in 5 EU-Projekten mit insgesamt 20 verschiedenen Universitäten und Forschungseinrichtungen sind.“
Mehr Information zu aktuellen Stellenausschreibungen finden Sie in der
brainpower austria-Jobbörse und auf der
g.tec-Website.
(April 2009)