brainpower austria in den Medien (2008)
Wiener Zeitung
„Brücken bauen für den Wissensverkehr“, Artikel von Wolfgang Renner
30. Oktober 2008
Die USA erzeuge nach wie vor eine Sogwirkung für ForscherInnen aus aller Welt, auch aus Österreich. Von den rund 400.000 Auslands-ÖsterreicherInnen leben geschätzte 55.000 in den USA, und nicht wenige davon arbeiten in Forschung & Entwicklung, heißt es im Artikel von Wolfgang Renner. Seit bald fünf Jahren arbeitet das Programm brainpower austria „mit einem kleinen effizienten Team und einem Bündel an Maßnahmen“ daran, diesen „Wissensverkehr“ zu bündeln. „’Wenn die Netzwerke funktionieren profitiert der ganze Forschungsstandort Österreich davon’“ ist Gertraud Oberzaucher, Programmverantwortliche im bmvit, überzeugt. Eines dieser Netzwerke erstreckt sich über die USA und Kanada und bringt bei den seit 2004 jährlich stattfindenden Austrian Science Talks österreichische ForscherInnen und ExpertInnen aus Politik und Wissenschaft in den USA zusammen. Rund 120 TeilnehmerInnen waren es heuer Anfang Oktober in Chicago. Staatssekretärin Christa Kranzl berichtete über aktuelle Entwicklungen in Österreich und die ehrgeizigen Ziele, wie die Ausweitung der Forschungsquote auf vier Prozent bis 2020. Mit Christoph Kratky, Wolfgang Knoll und Bruno Buchberger waren drei prominente Vertreter der österreichischen Wissenschaftsszene vor Ort, die auch im nachmittäglichen World Cafe den TeilnehmerInnen für ihre Fragen und Anliegen zur Verfügung standen. Mit einem gemeinsamen Mentoring-Programm mit dem Verein ASCINA (Austrian Scientists and Scholars in North America) und der Ausweitung des Fokus der Netzwerkveranstaltung auf Europa wurden weitere Maßnahmen und künftige Programmziele vorgestellt.
Standard – Forschung Spezial
„Hirn-Import für Rot-Weiß-Rot“, Artikel von Markus Böhm
30. Juli 2008
„’60 Prozent der Unternehmen suchen bereits im Ausland nach F&E-Mitarbeitern’“ sagt Wolfgang Haidinger von der Industriellenvereinigung (IV), in dessen Zuständigkeit dort auch der wissenschaftliche Nachwuchs fällt. Eine Kombination aus Nachwuchssicherung von innen und Attraktivitätssteigerung nach außen hin könnte den erwünschten Effekt des Brain Gain in Richtung Österreich stärken. Es fehle an einer durchgehenden Strategie um Hochqualifizierte nach Österreich zu bringen, meint Marita Haas vom Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität Wien, und weist auch auf immer noch existierenden gesetzlichen und administrativen Hürden für ausländische ForscherInnen hin. Daran werde auf politischer Ebene gearbeitet und mit der Änderung des Ausländerbeschäftigungsgesetzes vom 1. Jänner 2008 dürfen auch Angehörige von ForscherInnen in Österreich berufstätig werden. Wie wichtig diese Faktoren sind, weiß auch Harald Isemann, administrativer Direktor des IMP in Wien. Die wissenschaftlichen MitarbeiterInnen kommen aus 30 Nationen, gutes Gehalt allein reiche nicht aus, sondern das familiäre Umfeld müsse genauso stimmen. Auch im Softwarepark Hagenberg setzt man auf internationale WissenschaftlerInnen. Bruno Buchberger, Leiter des Softwareparks, konnte heuer 35 StudentInnen aus 10 Ländern für das International Master’s Programm gewinnen. Mit brainpower austria gibt es eine Initiative, die WissenschaftlerInnen auf ihrem Weg nach Österreich unterstützt und mit „Relocation Grants“ beispielsweise Umzugskosten fördert.
Austria Innovativ
„European Career Fair in Nordamerika: Brain Drain umkehren“
Ausgabe 1, 2008
Die European Career Fair am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge, USA, ist ein einzigartiger Treffpunkt für europäische Unternehmen und junge (und erfahrene) ForscherInnen. Mit brainpower austria, „dem Humanpotenzialprogramm des BMVIT“, nahm erstmals auch ein österreichischer Vertreter teil, und präsentierte mit Erfolg verschiedene österreichische F&E-Institutionen auf der Messe. Mit über 130 „“Employers’“ aus ganz Europa war die diesjährige Veranstaltung die bisher größte überhaupt, auch das Interesse an Europa steige zusehends. Laurent Bochereau (Verantwortlicher für „’Science, Technology and Education der Delegation der Europäischen Kommission in Washington D.C.) betonte in einem Interview mit der Organisation der Karrieremesse auch die neuen Möglichkeiten, die sich in der Europäischen Union bieten. Vielleicht könne man den Brain Drain ja in Zukunft sogar umkehren. Speziell europäisch-stämmige MessebesucherInnen informierten sich am brainpower austria Stand. Auf der Liste der Top-Gründe, wieder nach Europa zurückkehren zu wollen, fanden sich Punkte wie der europäische Lebensstil, die Kultur, Familie und das soziale Umfeld. Unter den MessebesucherInnen waren auch einige ÖsterreicherInnen. Manche reisten sogar von der Westküste und Kanada an und nutzten dafür die von brainpower austria zur Verfügung gestellten Travel Grants.
Standard – Forschung Spezial
„Export/Import in Sachen Wissenschaft“ - Artikel von Marion Bacher
13. Februar 2008
„International renommierte Institute ziehen schon jetzt Forscher aus aller Welt an. Um noch mehr Forscher aus dem Ausland anzulocken, gibt es Initiativen wie Brainpower Austria.“, übertitelt Marion Bacher ihren Artikel zum Forschungsstandort Österreich. Als Beispiele für internationale ForscherInnen kommen German Leparc und Carrie Cowan zu Wort, beides US-AmerikanerInnen, die nach Österreich gekommen sind. Leparc fand seine heutige Position mit Hilfe von brainpower austria. „’Man hat nicht nur die Forschungsförderungsmittel für mich geregelt und mich beraten, sondern mich auch finanziell unterstützt’“, erzählt der Biotechnologe. Der Motivationsgrund, nach Österreich zu kommen, war für beide die hohe und international sichtbare Qualität der Forschung in ihren jetzigen Gruppen. Der Zustrom an ForscherInnen nach Österreich ist schwer quantifizierbar und überdies „’ein langer Prozess’“, sagt Oliver Lehmann, „Kommunikationschef“ des I.S.T. Austria. Ein möglicher Anknüpfungspunkt für internationale ForscherInnen ist die European Career Fair am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA. Rund 140 Aussteller aus Europa machten in diesem Jahr nicht nur Europäern „die Rückkehr auf ihren Kontinent schmackhaft“, sondern wollen auch „US-Amerikaner nach Europa holen“. brainpower austria war bei der diesjährigen Karrieremesse als erster österreichischer Vertreter überhaupt am MIT und hat mit einer eigenen Messebroschüre „interessante [österreichische] Firmen und Forschungseinrichtungen wie IMP, das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA), Siemens, Infineon, Böhler-Uddeholm, die Austrian Research Centers und große Universitäten“ abgebildet und versucht, Kontakte herzustellen. Für das nächste Jahr ist geplant, die Kooperation weiter auszubauen.