50 Jobs am Austrian Institute of Technology (AIT)

Der kaufmännische Geschaftsführer Anton Plimon
Nach dem operativen Start im Juni 2009 meldet das Austrian Institute of Technology eine hohe Auftragslage und gleichzeitig akuten Bedarf an hochqualifizierten WissenschaftlerInnen. Managing Director Anton Plimon sprach kürzlich beim Austrian Science Talk in New Orleans von einem „All-time high“ und gleichzeitig einer Reihe an offenen Stellen, die bereits jetzt oder in naher Zukunft besetzt werden sollen. Wir sprachen mit Anton Plimon über die Suche nach WissenschaftlerInnen und aktuellen Karriereoptionen am AIT.

„Mit Forschung und Technologie aus der Krise“ lautete der Subtitel des diesjährigen Austrian Science Talks in New Orleans. Das scheint insbesondere für das AIT zu gelten. Worauf führen Sie dieses „All-time high“ an Auftragsforschung zurück und wird der Trend anhalten?

Das „All time high“ in unserem Auftragsstand ist naturgemäß eine erfreuliche Situation, da sie vor allem zuversichtlich in die Zukunft gehen lässt. Ich meine, es gibt dafür mehrere Gründe. Als wichtigsten Grund würde ich unser Portfolio sehen, welches mit Themen wie Mobilität, Energie oder Health & Environment - um nur einige aufzuzählen - natürlich die Kernthemen unserer Zeit adressiert. Als zweites würde ich den Punkt sehen, dass wir angewandte Forschung betreiben, sich die Unternehmen von unseren Resultaten also etwas Verwertbares erwarten. Schließlich kann man es darauf zurückführen, dass speziell in Zeiten wo jeder Euro zweimal umgedreht wird, bevor man ihn ausgibt, man lieber zum Schmied als zum Schmiedle geht. Damit will ich sagen, dass kleinere Forschungsunternehmen alleine schon aufgrund ihrer Ressourcen nicht unsere Möglichkeit haben, beispielsweise auf europäischer Ebene Mitglied in einer „European Energy Research Alliance“ zu sein und damit eine völlig andere Stellung in der Forschungslandschaft besitzen. Kritische Masse ist aus vielen Gründen Voraussetzung für Erfolg in der Forschung.

Sie haben kürzlich mit „rund 50 offenen Stellen in den nächsten sechs Monaten“ für das AIT geworben. Wen suchen Sie im Speziellen? Welche Qualifikation sollte man für das AIT mitbringen?

Unsere Teams sind grundsätzlich sehr interdisziplinär gestaltet, daher kann man keine allgemein gültige Aussage in Richtung der Relevanz einzelner Studienzweige treffen. Schwerpunktmäßig sind es unserem Profil entsprechend jedoch vor allem technische und naturwissenschaftliche Ausbildungszweige, die nachgefragt werden. Wenn man sich die Anzahl der Bewerber pro freie Stelle ansieht, sieht man jedoch klar, dass es in einer Reihe von Gebieten einen allgemein bekannten Mangel an Universitätsabgängern gibt. Zum Beispiel wären hier Forscher zu nennen, die anspruchsvolle Fragestellungen in Gebieten wie Elektrotechnik, Elektrochemie oder Leistungselektronik durch Methoden wie numerische Simulation selbstständig adressieren und somit über die entsprechenden mathematischen und physikalischen Fähigkeiten verfügen.

Welche Stellen sind aktuell gerade am „brennendsten“?

Den höchsten unmittelbaren Personalbedarf haben wir in den Themen Mobilität und Energie. Inhaltlich geht es dort vor allem um physikalische Modelle für numerische Simulation wie zum Beispiel für Modellierung und Entwicklung elektrischer Energiespeicher oder für Schwingungsanalysen im Bereich Strukturdynamik.

Welche Rolle spielt internationale Erfahrung am AIT? Was können internationale ForscherInnen erwarten bzw. was könnten Anreizfaktoren für den Dienstgeber AIT und damit den Standort Österreich sein?

Um sich als Key Player in Europa positionieren zu können, bedarf es exzellenter WissenschafterInnen und internationaler Netzwerke. Im diesem Sinne sind unsere Teams nicht nur multidisziplinär zusammengesetzt, sondern in vielen Fällen auch multikulturell. Hoch qualifizierte junge ForscherInnen ans AIT zu holen und ihnen ein attraktives Umfeld zu bieten, in dem Wissenschaft und Anwendung gekoppelt sind, ist eines der zentralen strategischen Ziele. Dazu gibt es unterschiedliche Maßnahmen, die darauf abzielen, das AIT mit Universitäten zu vernetzen, uns als internationalen Netzwerkknoten zu etablieren und unseren ForscherInnen die Möglichkeit zu geben international zu reüssieren. Mit einem Nachwuchsforscherprogramm werden wir hoch qualifizierten jungen ForscherInnen die Chance bieten, neue Forschungsansätze zu verfolgen und entsprechende Teams und Kompetenzen aufzubauen. Mit dem Senior Scientist Sabbatical Programm wollen wir andererseits erfahrende und etablierte internationale ForscherInnen mit unseren Forscherteams vernetzen und gemeinsame Forschungsarbeiten initiieren. Sommer- oder Winterschulen bzw. gemeinsame Seminare mit ausgewählten universitären Instituten bieten speziell unseren jungen ForscherInnen die Möglichkeit sich innerhalb und außerhalb des AIT zu vernetzen.

Mehr Information zu aktuellen Stellenausschreibungen finden Sie unter http://bewerber.ait.ac.at/ bzw. in der brainpower austria Jobbörse.

(Oktober 2009)

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