Fachhochschulen haben längst ihren fixen Platz im österreichischen Bildungssystem gefunden und ziehen zusehends nicht nur internationale Studierende, sondern auch Lehrende an. Eine Fachhochschule, die sich besonders der Internationalisierung verschrieben hat, ist die IMC FH Krems mit rund 85 Partneruniversitäten und Studierenden aus über 50 Ländern der Welt. „Internationalität ist ein Kernelement jeder Hochschule“ ist sich Ulrike Prommer bewusst, die gemeinsam mit Heinz Boyer die Geschäftsführung der IMC FH Krems stellt. „Wissen wird global generiert und dieses Wissen liegt der Lehre, die an unseren Einrichtungen betrieben wird, zu Grunde.“
Internationalisierung Studierender und Lehrender
„Die fortschreitende Globalisierung fordert von den Hochschulen ganz einfach einen aktiven Weg Richtung Internationalisierung“, sagt Ulrike Prommer. „An der IMC FH Krems gehen wir diesen Weg durch Förderung der Fremdsprachenkompetenzen. Vier Studiengänge werden zum Beispiel ausschließlich in englischer Sprache angeboten. Weiters forcieren wir das Knüpfen und Pflegen internationaler Netzwerke, sowohl mit Partnerhochschulen als auch mit Wirtschaftspartnern und internationale Berufspraktika und Auslandsstudiensemester für die Studierenden.“ Für besonders wesentlich hält Ulrike Prommer aber die Entwicklung von interkultureller Kompetenz und eine Orientierung an internationalen akademischen Standards. „In China, Vietnam, Aserbaidschan und in der Ukraine werden Studiengänge nach „Kremser Modell“ angeboten.“ Die IMC FH Krems wurde auch beauftragt, ab September 2009 eine Universität in Buraimi, im Sultanat Oman am arabischen Golf, nach Kremser Vorbild aufzubauen.
Wirtschaftsnahe Ausbildung und Nachwuchsförderung
„Derzeit werden neun Vollzeit- bzw. berufsbegleitende Studiengänge in den Bereichen Gesundheitswissenschaften, International Management und Life Sciences angeboten“, fasst Ulrike Prommer das Angebot an Studierende zusammen. „Es gehört zur Philosophie des Hauses, Lehre, Forschung und Wirtschaft eng miteinander zu verschränken. 90 % aller Studierenden haben bereits innerhalb von drei Monaten nach ihrer Graduierung einen fixen Job in der Tasche.“ Ein wichtiger Baustein dazu ist das verpflichtende Praxissemester sowie angewandte Forschungssemester.
Die IMC FH Krems richtet ihre Aufmerksamkeit aber auch auf die nächste Generation. „Zum insgesamt fünften Mal wird heuer die Junge Uni an der FH Krems stattfinden“ erzählt Ulrike Prommer. „Alle 11 bis 14 jährigen Schüler erhalten dadurch die Möglichkeit, eine Woche lang das Hochschulleben kennen zu lernen und sich selbst ein erstes Bild der Welt der Wissenschaft zu verschaffen.“
Forschung & Entwicklung als Lösungen für die Wirtschaft
Österreichische Fachhochschulen sind ein wesentlicher Bestandteil der österreichischen Forschungslandschaft und gefragte Innovationspartner für die heimische Wirtschaft. „Innerhalb unseren Ausbildungsschwerpunkten können wir nationalen und internationalen Partnern Forschungskooperationen anbieten.“ Aktuelle Forschungsbereiche betreffen speziell die Studiengänge Exportorientiertes Management, Tourismusmanagement & Freizeitwirtschaft, Unternehmensführung & E-Business Management, Gesundheitsmanagement und Medizinische & Pharmazeutische Biotechnologie.
In den Instituten Exportmanagement und Tourismusmanagement an der IMC Fachhochschule Krems werden sowohl nationale als auch internationale Forschungsprojekte durchgeführt. Beispielhaft wird im Institut Exportmanagement eine Wirtschaftssektorenanalyse der Region Centrope; Analyse der Sektoren IT, Automotive, Dienstleistungen, Tourism, Umwelttechnik und erneuerbare Energie für die Vienna Region im Rahmen des Interreg IIIA Projektes 'FDI - Foreign Direct Investment in Centrope' durchgeführt.
Das Institut Tourismusmanagement beschäftigt sich mit der Umsetzbarkeit und den kritischen Erfolgsfaktoren für ein Web-basiertes e-Tourismus Modell für Niederösterreich. Im Zuge einer empirischen und strukturierten Prozessanalyse sollen dabei die Bedürfnisse und Anforderungen der sechs Niederösterreichischen Destinationen für innovative und nachhaltige Distributionskanäle touristischer Produkte herausgefunden werden.
„Entscheidend bei allen Fragen ist die Umsetzbarkeit. Unsere Einrichtung forscht mit dem klaren Ziel, Lösungen für die Wirtschaft zu entwickeln. Für die FH Krems eröffnet sich in der Kooperation mit kleinen und mittelständischen Unternehmen ein weites Feld für Lehre und Forschung. Als Gegenwert bieten wir wichtige Impulse für wirtschaftliche Strategien und Innovationen.“
Gesucht: international erfahrene WissenschaftlerInnen