Auf PromptBase wurden bereits über 130.000 KI-Prompts verkauft - Top-Seller verdienen damit mehr als 10.000 € pro Jahr. Der Markt für professionelle Eingabeaufforderungen für ChatGPT, Midjourney, DALL-E und Stable Diffusion wächst rasant, und auch österreichische Kreative können von diesem Trend profitieren.
- KI-Prompts lassen sich für 1,99 € bis 49,99 € pro Stück verkaufen
- Verkäufer erhalten 80% Provision auf PromptBase (20% Plattformgebühr)
- Keine Vorkenntnisse im Programmieren erforderlich
- Gewerbeanmeldung in Österreich ab regelmäßigem Verkauf Pflicht
- Kleinunternehmerregelung bis 55.000 € Jahresumsatz (seit 2025) anwendbar
- Einmaliger Aufwand pro Prompt, dann passives Einkommen möglich
Was sind KI-Prompts und warum werden sie gekauft?
Ein KI-Prompt ist eine strukturierte Eingabeaufforderung, die einem KI-Modell wie ChatGPT oder Midjourney präzise mitteilt, welches Ergebnis gewünscht wird. Der Unterschied zwischen einem generischen und einem professionellen Prompt kann dramatisch sein: Während ein einfaches „Erstelle ein Logo“ oft unbefriedigende Ergebnisse liefert, produziert ein durchdachter Prompt mit Stilangaben, Farbvorgaben und Kontextinformationen konsistent hochwertige Ausgaben.
Unternehmen und Freelancer kaufen Prompts aus drei Hauptgründen: Zeitersparnis, da die Entwicklung effektiver Prompts Stunden dauern kann; Kostenersparnis, weil jeder Test bei KI-Bildgeneratoren Credits verbraucht; und Expertise, da nicht jeder die technischen Feinheiten des Prompt Engineerings beherrscht.
Die wichtigsten Plattformen für österreichische Verkäufer
| Plattform | Preisrahmen | Provision für Verkäufer | Unterstützte KI-Modelle |
|---|---|---|---|
| PromptBase | 1,99 - 9,99 $ | 80% | ChatGPT, DALL-E, Midjourney, Stable Diffusion |
| PromptHero | Variabel | 70-80% | Midjourney, Stable Diffusion, DALL-E |
| PromptAttack | Kostenlos - 49,99 $ | 80% | Midjourney, ChatGPT |
| Etsy | 2 - 30 $ | ~90% (nach Gebühren) | Alle gängigen Modelle |
| Gumroad | Frei wählbar | ~90% | Alle |
PromptBase ist der größte spezialisierte Marktplatz und empfiehlt sich für Einsteiger. Die Zahlungsabwicklung erfolgt über Stripe, Auszahlungen sind auch auf österreichische Bankkonten möglich. Für maximale Reichweite sollten Prompts parallel auf mehreren Plattformen angeboten werden.
Welche Prompt-Kategorien verkaufen sich am besten?
Die Nachfrage konzentriert sich auf bestimmte Bereiche: Bild-Prompts für Logos, Icons, Produktfotos und Social-Media-Grafiken führen die Verkaufsstatistiken an. Bei Text-Prompts dominieren Business-Anwendungen wie E-Mail-Vorlagen, Copywriting-Frameworks und SEO-optimierte Content-Generatoren. Besonders gefragt sind auch spezialisierte Nischen-Prompts für bestimmte Branchen oder Anwendungsfälle.
So erstellst du verkaufsfähige KI-Prompts
Ein professioneller Prompt folgt einer klaren Struktur: Er definiert die Rolle der KI, gibt präzise Anweisungen, liefert Kontext und beschreibt das gewünschte Ausgabeformat. Für Bildgeneratoren sind zusätzlich Stilangaben, Lichtverhältnisse, Perspektive und Ausschlüsse wichtig.
Der Entwicklungsprozess umfasst mehrere Iterationen: Erstelle einen ersten Entwurf, teste ihn mehrfach, optimiere die Formulierungen und dokumentiere die besten Ergebnisse. Für den Verkauf benötigst du außerdem ansprechende Beispielbilder oder -texte, die das Potenzial des Prompts demonstrieren.
Erfolgreiche Prompt-Verkäufer spezialisieren sich auf Nischen. Statt generischer „Logo-Prompts“ verkaufen sich spezifische Varianten wie „Minimalist Tech Startup Logo“ oder „Vintage Restaurant Branding“ deutlich besser, weil sie gezielt Kundenprobleme lösen.
Rechtliche Anforderungen in Österreich
Wer regelmäßig KI-Prompts verkauft und damit Einnahmen erzielt, betreibt in Österreich ein Gewerbe. Die Gewerbeanmeldung erfolgt bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Magistrat. Als Gewerbebezeichnung eignet sich beispielsweise „Dienstleistungen in der automatischen Datenverarbeitung und Informationstechnik“.
Seit 1. Jänner 2025 gilt in Österreich eine erhöhte Kleinunternehmergrenze von 55.000 € Nettojahresumsatz. Unterhalb dieser Schwelle entfällt die Umsatzsteuerpflicht, was die Buchhaltung erheblich vereinfacht. Die Einnahmen müssen dennoch in der jährlichen Einkommensteuererklärung angegeben werden.
Als Gewerbetreibender bist du automatisch bei der SVS (Sozialversicherung der Selbständigen) pflichtversichert. Die Mindestbeiträge im ersten Jahr liegen bei etwa 175 € monatlich und werden nachträglich basierend auf dem tatsächlichen Einkommen angepasst.
Diese Informationen ersetzen keine professionelle Beratung. Für individuelle steuerliche Fragen wende dich an einen Steuerberater mit E-Commerce-Erfahrung.
Realistische Verdienstmöglichkeiten
Die Einnahmen variieren stark je nach Qualität, Nische und Marketingaufwand. Einsteiger verdienen typischerweise 50-200 € monatlich mit einer Handvoll Prompts. Erfahrene Verkäufer mit einem Portfolio von 50+ optimierten Prompts erreichen 500-2.000 € monatlich. Top-Seller mit etablierter Marke und breitem Angebot berichten von Einnahmen über 5.000 € monatlich.
Der Schlüssel liegt im kontinuierlichen Aufbau eines Portfolios: Jeder zusätzliche Prompt erhöht die Wahrscheinlichkeit gefunden zu werden und generiert potenziell passive Einnahmen über Monate oder Jahre.
Erste Schritte zum eigenen Prompt-Business
Der Einstieg erfordert keine Investition außer Zeit. Beginne mit einer kostenlosen ChatGPT- oder Canva-Registrierung, um erste Prompts zu entwickeln und zu testen. Registriere dich dann auf PromptBase, absolviere deren kurzen Onboarding-Prozess und lade deinen ersten Prompt hoch. Die Freischaltung dauert meist 24-48 Stunden.
Parallel dazu solltest du die Gewerbeanmeldung vorbereiten und ein separates Geschäftskonto eröffnen - viele österreichische Banken bieten kostenlose Geschäftskonten für Kleinunternehmer an.